Unser Blog


Ich möchte hier die Möglichkeit nutzen, Ihnen meine Arbeit näher zu bringen.

Probleme mit verschiedenen Haartypen, Techniken und Anwendungen werden

hier näher beschrieben und thematisiert.

Für ein persönliches Beratungsgespräch stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung. 


Blogpost vom 08.06.17

Heutiges Thema: Perücken

 

Es ist sehr komplex und ich stelle immer wieder fest, die Scheu davor ist groß, aber dennoch unbegründet.

Vor vielen Jahren waren es wirklich noch (wie ich immer sage,) Mützen mit Haaren. Das hat sich die letzten Jahre grundlegend verändert. Aufgrund der verbesserten Verarbeitung wiegt Haarersatz heute nur noch wenige Gramm. Das Angebot an verschiedenen Frisuren, Haarlängen und Farben ist enorm.

Die Technologie hat sich soweit entwickelt dass man Kunsthaar von Echthaar kaum mehr unterscheiden kann.

Der Vorteil an Kunsthaar besteht darin, dass man es zu Hause nur noch wäscht und sonst nichts mehr an der Frisur machen muss. Schütteln, nass auf den Perückenständer ziehen und trocknen lassen und die Frisur fällt, wie sie soll.

Echthaar will gefönt oder gelegt werden, damit es die gewünschte Form wieder erhält. Sie müssen es genauso behandeln wie natürlich gewachsenes Haar. Das ist    selbstverständlich ein Arbeitsaufwand, der nicht unbeträchtlich ist. Vor allem in den Zeiten einer Chemotherapie.

 Die Krankenkassen übernehmen bei Krankheit (Rezept erforderlich) einen Teil der Kosten. Je nach Kasse unterscheiden sich diese  aber beträchtlich. Ebenso wird ein Unterschied gemacht, zwischen Kurzzeit- und Dauerträgerin.

 Die Zuzahlungen staffeln sich von 240€ bis über 900€.

Kunsthaar:

Qualitativ unterscheiden sich die Perücken sehr. Da machen 50€ beim Preis schon eine Menge aus. Hier liegt der Unterschied meistens am Aufbau des Haarersatzes. Es gibt den Unterbau z.B. nur aus Tressen und maschinell geknüpft, (ca. 200€) bis hin zu durchsichtigem Gewebe bei dem man die Knüpfung gar nicht mehr sieht. Die Montur wird komplett unsichtbar und wird optisch eins mit der durchscheinenden Kopfhaut. Das ganze toppt nur noch die Handknüpfung, wo wir uns preislich schon im oberen Segment befinden (bis zu 800€) In dieser Kategorie ist auch das Haar selbst viel weicher und feiner als im unteren Preislevel.

Echthaar:

Bei diesen Perücken sind die Montagen immer, wie schon beschrieben, hochwertig gearbeitet. Dieser Haarersatz ist natürlich preislich in einer ganz anderen Klasse angesiedelt. Hier beginnt es bei ca. 800€ und kann bis ca. 3000€ steigern.

 

 Sie sehen, eine Perücke ist eine gute Alternative bei Haarausfall, die aber auch neue und interessante Möglichkeiten zur Veränderung  bietet.


Blogpost vom 02.05.17

 

Heute möchte ich mal das Thema "Pflege" aufgreifen.

 

 Ich denke, jeder weiß wie wichtig die richtige Pflege für das Haar ist. Aber es ist auch sehr kompliziert, diese zu finden.

Was ist denn die richtige Pflege?

Die Supermarktregale sind voll und jeder verspricht uns das "Beste". Zu Hause stapeln sich die Flaschen und irgendwie

ist es nie das Richtige.

 

Als erstes kommt es drauf an, wie stark Ihr Haar von chemischen Behandlungen belastet oder geschädigt ist.

Diese Haare benötigen Produkte die nährend, restrukturierend und feuchtigkeitsspendend sind.

Manchen schwören auf Olivenöl oder sonstige ölige Pflegen . Aber diese machen das Haar sehr schwer , lassen den Ansatz

schnell fetten und bringen leider nicht den gewünschten Effekt. 

 

Sehr effektiv ist eine Behandlung mit einem Pflegeprodukt aus Aminosäuren und organischen Elementen.

Gute Friseure haben dieses in Ihrem Angebot.

Es ist zwar etwas kostenintensiv, aber hält auch das, was es verspricht. Auch wir arbeiten mit diesen Wirkstoff im Salon.

Ich muss sagen, ich bin von den Ergebnissen begeistert. 

Es regeneriert geschädigtes Haar perfekt. Krauses Haar wird viel ruhiger, lässt sich wunderbar formen und bekommt einen

fantastischen Glanz. Aber wie bei jeder anderen Pflegebehandlung, muss man dran bleiben um ein schönes Ergebnis zu halten.

Hört man damit auf, ändert sich die Struktur schnell wieder in den Ausgangszustand. Das muss klar sein. 

Man kann nur immer wieder ausgleichen um einen gepflegten Zustand zu erhalten. 

Am Besten ist es, auf sein Haar zu achten und es erst gar nicht mit zu viel Chemie bis an die Grenze zu strapazieren. 

 

Doch nicht jedes Haar benötigt so Inhaltsstoff reichhaltige Pflege. Gerade für normales bis feines Haar wäre das zu viel.

Oft genügt schon ein pflegendes Shampoo und ein leichtes Spitzenfluid, um feuchtigkeitsausgleichend auf etwas

trockene Längen und Spitzen zu wirken. Das Haar wird nicht schwer, lässt sich leicht kämmen und bekommt den

Feuchtigkeitsausgleich, das es braucht, ohne zu beschweren.

Diese Verfahrensweise empfehle ich vor allem bei feinem Haar, das schnell durchhängt, aber trotzdem eine leichte Pflege benötigt.

Auch hier gilt, stetig verwenden. 

 

Bitte achten Sie stets darauf, keine silikonhaltigen Präparate zu benutzen.

Diese Produkte machen das Haar zwar erstmal weich und schön glänzend, richten auf Dauer aber einen Schaden an,

der richtig viel Zeit benötigt, um ihn wieder zu entfernen. 

Silikone verkleben die Schuppenschicht derart, dass das Haar schwer und nicht mehr formbar wird.

Das kann soweit gehen, dass keine Farbveränderungen oder Dauerwellen mehr möglich sind.

Ebenso verklebt es die Poren der Kopfhaut. Diese wird schuppig und fettig. 

Um Silikone in Ihrem Shampoo und Pflege festzustellen, hat Google die richtigen Infos parat.

Dort können Sie Ihre Produkte auf Herz und Nieren testen.

 

Pflege ist wichtig. Aber auch hier gilt, viel hilft nicht gleich viel. Das Haar wird überpflegt. Es fettet, wird schwer und die Frisur

hält nicht mehr. 

 

Abschließend ist es immer noch der beste Weg, sich vom Friseur Ihres Vertrauens beraten zu lassen.

Er wird die richtige Kombination für Sie zusammenstellen, mit

der Sie auf Dauer zufrieden sein werden. 


Blogpost vom 08.04.17

 

Den Wunsch nach einer außergewöhnlichen Hochsteckfrisur habe ich gestern wie folgt umgesetzt. 

Sollten Sie sich auch so eine Frisur wünschen, brauchen Sie eine Haarlänge von mindestens 50-60 cm. Alles was Sie hier sehen, ist eigenes Haar. Als einziges Hilfsmittel wurde ein Duttkissen verwendet, um den Knoten im Nacken schön füllig zu bekommen und Untergrund für Nadeln zu schaffen. Es ist kein Haarteil nötig, kein Auftoupieren oder Tonnen von Spray. 

Den Haarfächer habe ich aus einem separierten Strang Haare gewebt, die ich mir vorab zur Seite gesteckt habe. 

Am Besten ist es, die Haare nicht frisch gewaschen zu haben, da sie sonst sehr rutschig sind. Sollte es dennoch so sein, hilft immer etwas Trockenshampoo um das Haar griffiger zu machen. Den Tipp können Sie auch anwenden, wenn Sie sich selbst eine Steckfrisur zaubern wollen. 

Meine Kundin hat sich heute für dezenten Schmuck im Haar entschieden. Aber auch frische Blüten, ein Schleier oder ein Headpiece in geschwungener Form kann in die Frisur eingebaut werden.

Hierbei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. 

Wie Sie sehen, eine Frisur für besondere Anlässe und definitiv ein Hingucker. 

 



Blogpost vom 06.04.17

Heute möchte ich Ihnen die modernen Blond-Töne erklären.

Hierbei sollte man zwingend einige Faktoren beachten.

 Meine Kundin hatte, wie Sie sehen können, einen Mix aus Farbe, alten überfärbten Strähnen im mittleren Bereich und  sehr strapaziertes, trockenes und ausgefranstes Haar. 

 

Grundsätzlich bin ich nicht der Freund von extremen Blondierarbeiten bei langem Haar, da dieses sehr darunter leidet. 

Durch das starke Blondieren verliert das Haar sehr viel Feuchtigkeit. Durch den chemischen Vorgang, kann sich die Schuppenschicht nicht mehr ganz schließen, dadurch verliert es auch an Glanz. 

Wie wir alle wissen, glänzt nur eine glatte Oberfläche. Durch die unruhige Oberfläche des Haares ist es unmöglich, ohne dementsprechende Pflege diesen Glanz wieder herzustellen.

Hier wird oft an der falschen Stelle gespart.

Wenn dann auch noch das Glätteisen zum Einsatz kommt, ist das meist das Todesurteil. Die Restfeuchtigkeit, die noch im Haar gespeichert ist, wird damit regelrecht heraus gebrannt. Das Haar bricht auseinander. Übrig bleiben, wie ich immer sage, "Fliegenbeine" ....dünne Spitzen, brüchig, gesplisst und richtig hart und trocken. Das hat nichts mehr mit gepflegtem fülligen Haar zu tun, das wir uns aber alle wünschen.  Da lässt sich dann ohne Radikalschnitt kaum mehr etwas retten.

 

Es geht aber auch anders......

 

Die Haare meiner Kundin habe ich in einem langwierigen Porzess, ganz sachte, nur mit 3 Prozent H2 O2 hochblondiert. Anschließend wurden die restlichen Gelb- und Orangepigmente mit einem Glossing übertönt und mit einer reichhaltigen Feuchtigkeitspackung versorgt, die sie sich mit einem Silbershampoo (um den Farbton zu halten) mit nach Hause genommen hat. 

Wichtig ist unter anderem, das Haar täglich mit einem hochwertigen Spitzenfluid zu versorgen (all diese Produkte erhalten Sie selbstverständlich bei mir im Salon). Damit bleibt der Haarschaft weich und geschmeidig. Das Haar lässt sich trotz Blondierung leicht bearbeiten, man muss beim Kämmen nicht durchreißen und das Haar behält seinen Glanz und bekommt die Versorgung die es braucht.

Versuchen Sie statt dem Glätteisen doch mal eine flache Kassettenbürste. Damit können Sie Ihr Haar beim Fönen mit geringer Hitze, ganz schonend auch glätten und beruhigen. 

Das ist schonend für die Struktur, vermeidet das weitere Austrocknen durch zu viel Hitze und der Haarbruch wird um ein Vielfaches gerringert. Die Schuppenschicht legt sich an und das Haar glänzt.

 

Also.....blondieren NUR bis zu dem Grad, den euer Haar verträgt. Das weiß euer Friseur am Besten. Natürlich kommt es auch immer auf den Ausgangston und die Beschaffenheit an. Ebenso welche oxidativen Vorarbeiten schon im Haar sind. 

Nicht auf Gedeih und Verderb bis ins weiß. Je heller, um so strapaziöser ist es. 

 

Wenn Sie sich an die wichtigen Regeln halten, werden Sie -wie meine Kundin - schadlos und mit Freude Ihren neuen Style in den Sommer tragen.